Samsung X5 Thunderbolt 3 Portable SSD im Test: Blitzschnell unterwegs

Die erste SSD von Samsung mit Thunderbolt 3 ausprobiert

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von Tim Metzger
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Samsung X5 SSD 4

Mit der X5 bringt Samsung eine neue Portable-SSD auf den Markt, die dank eines neuen V-NAND-Speichers und Thunderbolt-3-Schnittstelle mit Lesegeschwindigkeiten bis zu 2,8 Gigabyte pro Sekunde (GB/s) und Schreibgeschwindigkeiten bis 2,3 GB/s wirbt. Im Test erreicht die tragbare SSD tatsächlich Spitzenwerte. Dafür müsst ihr aber an anderer Stelle Kompromisse machen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Technik
  2. Praxistest und Wissenswertes zu Thunderbolt 3
  3. Benchmark-Ergebnisse
  4. Übertragungstest (Windows)
  5. Übertragungstest (macOS)
  6. Verschlüsselung
  7. Varianten und Preise
  8. Alternativen
  9. Fazit & Alternativen

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern T3 und T5 ist das Design des tragbaren Massenspeichers merklich verändert worden. Das schicke Gehäuse der X5 SSD besteht leider nicht mehr aus Aluminium wie beim Vorgänger, sondern aus glänzendem Kunststoff in Anthrazit auf der Ober- und mattem Kunststoff in Rot auf der Unterseite. Neben dem Thunderbolt-Anschluss (USB-C-Form) findet sich noch eine kleine Status-LED. Statt des Samsung-Logos ziert nun ein silberner Akzent in leicht kantiger U-Form die Oberseite. Das gesamte Gehäuse ist zudem deutlich gewachsen. Aufgrund der unbeweglichen Teile des Innenlebens, soll das Speichermedium sogar Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe unbeschadet überstehen.

Design und Technik

Dem verbauten NVMe-Speicherchip ist wohl geschuldet, dass die neue Samsung-SSD in ihren Dimensionen spürbar zugenommen hat. Zudem ist sie nun rund 100 Gramm schwerer, als die nur 51 Gramm schweren "Leichtgewichte" T3 und T5. Damit ist die Thunderbolt-SSD in etwa so schwer wie ein Galaxy S8. Setzten die Vorgänger noch auf USB 3.0 und 3.1, welches 5 beziehungsweise 10 Gigabits pro Sekunde unterstützt, werkelt die Thunderbolt-3-Schnittstelle der X5 mit 40 Gbps. Einen Nachteil hat dies allerdings, da sich die X5 nun nicht mehr mit Smartphones oder Notebooks ohne Thunderbolt-Unterstützung verbinden lässt.

Die Schnittstelle Thunderbolt 3 verwendet einen USB-C-Anschluss. Dadurch wird die hohe Geschwindigkeit der Samsung X5 überhaupt erst möglich.
Die Schnittstelle Thunderbolt 3 verwendet einen USB-C-Anschluss. Dadurch wird die hohe Geschwindigkeit der Samsung X5 überhaupt erst möglich. (Quelle: netzwelt)

Praxistest und Wissenswertes zu Thunderbolt 3

Bedenken sollten Interessenten mit Thunderbolt-Notebook noch, dass die Anzahl der verfügbaren PCIe-Lanes für den Thunderbolt-Anschluss zuweilen nur zwei anstatt vier Lanes entspricht. Dadurch werden höchstens 20 Gbps (etwa 2,5 Gigabyte pro Sekunde) anstatt der theoretischen 40 Gbps erreicht. Dies sollte Nutzern, die sich schon mal mit dem Thema eGPU auseinander gesetzt haben bekannt sein, jedoch würde durch die gedrosselte Anbindung auch die Performance der X5 leiden. Unsere Übersicht aller Notebooks mit Thunderbolt 3 (und der Anzahl der Lanes) verrät euch, mit welchen Rechner ihr das volle Potenzial der Samsung X5 ausschöpfen könnt.

Wie schlägt sich die neue Samsung-SSD nun in der Praxis? Nachfolgend findet ihr einen Benchmarkvergleich. Getestet haben wir jeweils die interne NVMe-SSD des MacBook Pro 15 (2018) beziehungsweise die Samsung 970 Pro in einem Schenker-Notebook und zusätzlich zur X5 noch die etwas ältere T3. Unter macOS verwendeten wir als Benchmark den Blackmagic Disk Speed Test, während wir bei Windows auf CrystalDiskMark zurückgegriffen haben.

Benchmark-Ergebnisse

Geschwindigkeits-Tests der verschiedenen SSDs.
Geschwindigkeits-Tests der verschiedenen SSDs.

Übertragungstest (Windows)

  • T3 1GB Fotoordner (knapp 100 Fotos): 5,3 Sekunden
  • T3 8,35 GB Filmdatei: 31 Sekunden
  • X5 Fotoordner: unter 1 Sekunde
  • X5 Filmdatei: 5 Sekunden

Übertragungstest (macOS)

  • X5 Fotoordner: unter 1 Sekunde
  • X5 Filmdatei: 5 Sekunden

Die Geschwindigkeit der X5 ist bei voller Leistung von Thunderbolt 3 beachtlich. Wir haben die tragbare SSD aber auch auf zwei Windows-Notebooks mit nur zwei verfügbaren Lanes dem Benchmark unterzogen. Dort erreichte sie deutlich geringere 1,5 GB lesend und 1,6 GB schreibend. Nach minutenlanger Dauer eines Übertragungsvorganges brachen die Werte auf wenige Hundert Megabytes pro Sekunde ein, wohl eine Schutzmaßnahme gegen Überhitzung. Während unserer Tests erwärmte sich die X5 nur minimal, wurde teilweise aber gefühlt wärmer als die T3.

Verschlüsselung

Wie die meisten anderen tragbaren SSDs, bietet die X5 auch einen optionalen Datenschutz durch AES-256-bit-Verschlüsselung. Damit könnt ihr das Gespeicherte auf eurer SSD mit einem Passwort vor Fremden schützen. Konfigurieren könnt ihr dies mit dem Samsung Portable SSD Programm. Die Setup-Datei ist bereits auf dem Gerät vorhanden.

Varianten und Preise

Die Samsung X5 gibt es in verschiedenen Speichergrößen mit entweder 500 GB, 1 TB oder 2 TB. Preislich ist sie teurer als die T5 und die vergleichbare Desktop-Variante 970 Evo. Je nach Speichergröße kostet sie knapp 380, 655 oder 1.360 Euro. Im Lieferumfang befindet sich neben der SSD noch eine Kurzanleitung und ein 50 Zentimeter langes Thunderbolt-3-Kabel. Samsung gewährt drei Jahre Garantie auf die SSD.

Alternativen

Konkurrenzmodelle mit ähnlichen Werten wären zum Beispiel die WD G-Drive Mobile Pro (noch nicht in Deutschland erhältlich) und die Dell Portable Tunderbolt 3 SSD. Letztere ist sogar deutlich kompakter und rund 90 Gramm leichter als die X5. Die Dell SSD bietet zwar die gleiche Lese-, aber eine signifikant geringere Schreibgeschwindigkeit. Sofern ihr keine Eigenbau-Lösung selbst basteln wollt, werdet ihr momentan keine schnelleren Speichermedien auf dem Markt finden.

Samsung Portable SSD X5 : Fazit

Hosentaschen-SSD mit Höchstgeschwindigkeit. 8.5/10

Samsung liefert dank Thunderbolt-3-Anschluss mit der X5 eine besonders schnelle SSD im Vergleich zu den vorangegangenen SATA-Varianten. Der neue Anschluss verringert aber die Zahl der unterstützten Geräte erheblich. Für Nutzer, die häufiger beträchtliche Datenmengen übertragen, ist eine Thunderbolt-SSD sicherlich ein Segen. Dem Großteil genügt die Geschwindigkeit der Vorgänger aber höchstwahrscheinlich auch, zumal sie vielfältiger eingesetzt werden können.

Das hat uns gefallen

  • Rasante Geschwindigkeit
  • Optik

Das hat uns nicht gefallen

  • Wegen Thunderbolt 3 nur auf wenigen Geräten nutzbar (und selbst dann teils eingeschränkt)
  • Gewicht und Größe im Vergleich zum Vorgänger
Testnote 8,5 von 10
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Bewertet von Tim Metzger
10 / 10
Performance

Performance Wie schnell kann auf den Speicher geschrieben beziehungsweise von ihm gelesen werden? Dies testen wir mit diversen Benchmark-Tools.

7,0 / 10
Software

Software Welche Software legt der Hersteller der SSD bei? Welche Funktionen bietet diese.

8,0 / 10
Verarbeitung/Handhabung

Verarbeitung/Handhabung Wie steht es um die Qualität von Gehäuse und Steckern? Gibt es beim Einbau Probleme?

Informationen zum Leihgerät

Hersteller Samsung stellte der netzwelt ein kostenloses Testexemplar zur Verfügung, welches nach Beendigung des Tests zurückgeschickt wurde.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

10
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Bestenlisten

Samsung Portable SSD X5 wurde in folgende SSD-Bestenlisten einsortiert.

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