Schenker Element im Test: Günstiges Windows 8-Tablet

Für 300 Euro

Unterm Strich überzeugt das Schenker Element vor allem beim Preis-Leistungsverhältnis.

Das Windows-Tablet Schenker Element kostet nur 300 Euro und hinterlässt im Test einen brauchbaren Eindruck. Zumal der deutsche Hersteller gegen einen äußerst geringen Aufpreis den Speicherplatz verdoppelt und ein UMTS-Modul einbaut.

Die Schenker Technologies GmbH bietet mit dem Modell Element ein 10,1 Zoll großes Windows 8.1-Tablet zum moderaten Preis von 300 Euro an. Was ihr für dieses Geld erwarten dürft, verrät der Testbericht.

Für diesen Test stellt uns Schenker bereits die zweite Version des Element-Tablets zur Verfügung, die sich gegenüber der Erstauflage im verwendeten Prozessor unterscheidet. Nun kommt Intels Atom Z3735D mit vier Rechenkernen und einer Taktfrequenz zwischen 1,33 und 1,80 Gigahertz aus der Bay Trail-T-Reihe zum Einsatz.

Technische Daten der Testausstattung

  • CPU: Intel Atom Z3735D (1,33 bis 1,80 Gigahertz)
  • Speicher: 32 Gigabyte (15 Gigabyte frei verfügbar) 64-Gigabyte-Version ebenfalls erhältlich
  • RAM: 2 Gigabyte DDR3
  • Display: 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) IPS-Panel
  • Auflösung: 1.280 x 800 Pixel
  • OS: Windows 8.1
  • Anschlüsse: microSD, microUSB, Mini-HDMI, Kopfhörer, Tastatur-Dock
  • Kameras: Frontkamera mit 2 Megapixeln, Hauptkamera mit 2 Megapixeln
  • Drahtlos: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0, UMTS-Modul optional
  • Gewicht: 601 Gramm
  • Optionales Werkszubehör: Tastatur, Hülle
  • Preis Testausstattung: 299 Euro

Verarbeitung

Direkt nach dem Auspacken des Schenker Element entweicht dem Karton und dem Tablet ein heftiger Chemiegeruch, der leider auch nach zwei Tagen noch feststellbar ist. Daher solltet ihr das Tablet in der Anfangszeit vielleicht besser in Fensternähe platzieren, wenn ihr es nicht verwendet.

Schenker Element im Test

9 Bilder
Zur Galerie

Davon abgesehen ist das Schenker-Tablet ordentlich verarbeitet. Am unteren Rand finden sich minimale aber unkritische Spaltmaße. Gut gefällt uns die Rückseite - hier ist der 10-Zöller mit einer Art Schutzüberzug versehen, der recht rutschfest ist, aber Schmutz anzieht. Die Vorderseite ist durch den großformatigen Touchscreen geprägt. Die Dicke der schwarzen Ränder beträgt 1,6 beziehungsweise 1,9 Zentimeter.

Display

Ein Blick auf das obere Datenblatt gibt bereits einen Hinweis darauf, worin der vergleichsweise günstige Preis des Schenker Element begründet liegt. Die Auflösung ist mit 1.280 x 800 Pixeln dürftig. Auf den Anzeigen der meisten Tablet-Computer mit zehn Zoll großem Display tummeln sich mehr Bildpunkte.

Die geringe Pixeldichte führt dazu, dass ihr einzelne Bildpunkte erkennen könnt. Deutlich wird dies zum Beispiel bei Schrift. Bei der Eingabe des Windows-Passworts im Anmeldefenster franst die virtuelle Tastatur leicht aus. Ein wirkliches Problem stellt die Pixeldichte aber nur für Menschen mit Adleraugen dar.

Viel wichtiger: Dank des verbauten IPS-Panels kommt es kaum zu Farbverfälschungen, wenn ihr aus spitzem Winkel auf den Touchscreen blickt. Farben stellt das Tablet verhältnismäßig knackig dar. Höher könnte nach unserem Geschmack die Bildschirmhelligkeit ausfallen. Vor allem bei direkter Sonnenlichteinstrahlung schafft es die Maximalhelligkeit nicht, störende Reflexionen zu überstrahlen.

Leistung und Akkulaufzeit

Der Intel-Chip in Kombination mit dem zwei Gigabyte messenden Arbeitsspeicher stellt dem Schenker-Tablet genügend Leistung für die meisten Alltagsaufgaben zur Verfügung. Apps öffnen sich noch zügig genug, und viele, aber nicht alle Spiele aus dem Windows Store sind spielbar, ohne dass es zu nervigen Rucklern kommt.

Die Verarbeitungsqualität ist gut und in Details wie der Lautstärkewippe sichtbar.
Die Verarbeitungsqualität ist gut und in Details wie der Lautstärkewippe sichtbar.

Testweise installierten wir das Benchmark-Tool Cinebench 11.5 auf dem Schenker-Tablet. Im OpenGL-Test schaffte die Grafikeinheit 5,54 Bildwiederholungen in der Sekunde. Nach Abschluss des CPU-Tests standen 1,07 Punkte auf der Uhr.

Längere Bedenkzeit genehmigt sich das System beim Öffnen von sehr umfangreichen Excel-Tabellen (Jahres-Abo für Office 365 im Lieferumfang enthalten). Das Abspielen von hochauflösenden YouTube-Videos hingegen stellt das Schenker Element vor keine große Herausforderung. Je nach Einsatzzweck variiert die Akkulaufzeit stark. Bei einem typischen Mix aus Surfen im Netz, Verfassen von E-Mails und dem Abspielen von Videos erreichten wir Laufzeiten zwischen acht und 14 Stunden. Bei einer testweise durchgeführten Dauerwiedergabe eines YouTube-Clips in 1.080p gingen bereits nach knapp sechs Stunden die Lichter aus.

Multimedia

Zwei Kameras gehören im Jahr 2014 zur Grundausstattung eines Tablet-PCs. Sie finden sich auch am Schenker Element, jedoch verbergen sich hinter den Optiken jeweils sehr schwache Sensoren mit einer Auflösung von zwei Megapixeln. Testfotos der hinteren Hauptkamera unterschreiten Schnappschuss-Qualität.

In verkleinerter Form lassen sie sich höchstens für das Posten in Sozialen Netzwerken verwenden. Für die Betrachtung im Vollbildschirm oder gar als Ausdruck eignen sie sich aufgrund von massivem Bildrauschen und blassen Farben nicht. Leider liefert die Frontkamera keine besseren Ergebnisse.

Zwei Lautsprecher finden sich auf der Tablet-Rückseite. Sie tönen recht kräftig und schaffen es, eine Art Mini-Stereo-Effekt hinzubekommen. Auch bei maximaler Lautstärke kommt es nicht zum Übersteuern. Mit Musikgenuss hat all das trotzdem nicht das Geringste zu tun, denn der Sound ist sehr blechern und ziemlich rotzig. Schließt also besser vernünftige Kopfhörer an.

Schenker Element 10.1": Fazit

Eine Überlegung wert 5.6/10

Das Schenker Element ist eine echte Überlegung wert. Die Verarbeitung ist gut, die Leistung für viele Anwendungen ausreichend. In jedem Fall überzeugend ist der Preis: 300 Euro kostet die getestete Basis-Version, für nur 70 Euro Aufpreis verdoppelt Schenker die Speicherkapazität und baut sogar noch ein UMTS-Modul ein. Nur mal so zum Vergleich: Wer den Speicher in einem iPad Air verdoppeln möchte (von 32 auf 64 Gigabyte) und die Version mit Mobilfunkmodem wählt, zahlt einen Aufpreis von 210 Euro.

Das hat uns gefallen

  • Preis-Leistungsverhältnis
  • auf Wunsch mit UMTS-Modul
  • Adapter im Lieferumfang enthalten

Das hat uns nicht gefallen

  • strenger Chemie-Geruch nach dem Auspacken
  • kein GPS-Modul
  • Display-Auflösung
  • spezieller Stromanschluss
Testnote 5,6 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
7,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

4,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

5,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

5,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde von Schenker Technologies leihweise zu Verfügung gestellt. Nach Testende wird es wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

10
Leserwertung

Hier könnt ihr das Produkt Schenker Element 10.1" selbst bewerten.

Die Leserwertung beträgt 10 von 10 möglichen Punkten bei 2 abgegebenen Stimmen.
Vielen Dank für deine Bewertung!

Das könnte dich auch interessieren

Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Mobile Computing, Mobile World Congress (MWC), Tablet-PC, Windows 8, Microsoft Office 365, Schenker Element 10.1" und Schenker Technologies.

zur
Startseite

zur
Startseite