Sony NEX-C3 im Test: Systemkamera mit Klapp-Bildschirm

CMOS-Bildsensor mit großer Fläche und hoher Auflösung

von Jan Johannsen

Der große Bildsensor ist glücklicherweise geblieben, neu ist dagegen zum Beispiel der bewegliche Bildschirm. Mit der NEX-C3 erweitert Sony seine Systemkamera-Reihe.

Sony erweitert mit der NEX-C3 seine Systemkamera-Reihe um ein Modell mit beweglichem Bildschirm. Der große Bildsensor der älteren Modelle gehört nach wie vor zur Ausstattung der Kamera, an deren Bedienkonzept sich ebenfalls nichts geändert hat.

Sony NEX-C3

Hervorragende Bildqualität

Sony baut in die neue NEX-C3 einen CMOS-Sensor im APS-C-Format mit einer Fläche von 23,5 x 15,6 Millimetern ein, der Fotos mit einer maximalen Auflösung von 16,2 Megapixeln liefert. Die Videogröße ist trotzdem auf HD-Bilder begrenzt.

Die Aufnahmen der Sony NEX-C3 bieten eine hervorrangende Qualität. Sie verfügen über eine hohe Detailgenauigkeit mit daraus folgenden klaren Konturen sowie natürlich wirkenden Farben. Auch Kontraste setzt die Kamera angenehm um.

Die Fotos der NEX-C3 weisen zudem ein geringes Bildrauschen auf. Erst bei ISO 1.600 lassen sich leichte Störungen erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Mit ISO 6.400 eignen sich die Bilder noch gut für den privaten Gebrauch, wenn der Nutzer sie auf ein Viertel der ursprünglichen Größe verkleinert. Und selbst bei ISO 12.800 werden die Aufnahmen nicht komplett unbrauchbar.

Sony NEX-C3 Testbilder

8 Bilder
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Die Videos der NEX-C3 im HD-Format mit 1.280 x 720 Pixeln weisen ebenfalls eine sehr gute Bildqualität auf. Der Autofokus sorgt für ein scharfes Bild und der automatische Weißabgleich passt die Belichtungseinstellungen zügig an veränderte Lichtverhältnisse an. Das interne Mikrofon liefert einen gut verständlichen Ton, zeigt sich aber sehr windempfindlich.

Viele Aufnahmeprogramme, wenige Tasten

Die Sony NEX-C3 bietet dem Fotografen acht Aufnahmeprogramme sowie acht Szenenprogramme. Zur Auswahl stehen unter anderem praktische Helfer für 3D-Aufnahmen oder Panorama-Ansichten, eine intelligente Automatik, die versucht die besten Einstellungen zu finden, sowie die von Spiegelreflexkameras bekannten Programm-, Zeit- und Blenden-Automatiken und ein manuelles Aufnahmeprogramm.

Die Bedienung der NEX-C3 erfolgt über zwei Tasten und ein Drehrad mit Mitteltaste auf der Rückseite der Kamera. Auf ihrer Oberseite befinden sich zusätzlich je ein Auslöser für Fotos und Videos sowie eine Taste zum Starten der Bildwiedergabe.

Will der Fotograf nur ein Aufnahmeprogramm auswählen und den Auslöser drücken, stellt die Bedienung der NEX-C3 kein Problem dar. Will er jedoch die Aufnahme- und Belichtungseinstellungen selbst vornehmen, so muss er sich mit einem hierfür nicht geeigneten Bedienkonzept auseinandersetzen.

Denn die verschiedenen Einstellungen wie Lichtempfindlichkeit, Bildfolgemodus, Fokus-Auswahl oder  Weißabgleich verteilen sich unlogisch über verschiedene Untermenüs, die der Fotograf nicht direkt erreicht. Blende, Belichtungszeit und Belichtungskorrektur erreicht er immerhin direkt über das Wahlrad, was dessen Beschriftung aber nicht nahe legt.

Beweglicher Bildschirm und optischer Bildstabilisator

Der drei Zoll große Bildschirm auf der Rückseite der Sony NEX-C3 mit einer Auflösung von 921.600 Pixeln bietet ein detailliertes Bild und verfügt über große Blickwinkel. Zudem kann der Nutzer die Anzeige, die als Sucher sowie zur Bild- und Menüwiedergabe dient, nach oben und unten aufklappen.

Der Autofokus der NEX-C3 stellt erkannte Motive unverzüglich scharf. Sonys optischer Bildstabilisator SteadyShot sorgt für einen ruhigen Bildausschnitt und verhindert bei längeren Belichtungszeiten Verwacklungen.

Sony NEX-C3 im Test

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Griffiges Gehäuse mit zwei Anschlüssen

Die Sony NEX-C3 verfügt über ein Kunststoffgehäuse, das einwandfrei verarbeitet ist. Dank einer Ausbuchtung an der Vorderseite sowie einer Daumenablage hat der Fotograf die Kamera sicher im Griff. Einhändiges Fotografieren ist allerdings je nach Objektivwahl nur unter Verrenkungen möglich. An der linken Seite des Gehäuses befinden sich ein USB- und ein HDMI-Anschluss.

Die Stromversorgung der NEX-C3 stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher. Fotos und Videos speichert sie wahlweise auf einem Memory Stick oder einer SD-Karte ab. Batterie und Speicherkarte befinden sich hinter zwei verschiedenen Abdeckungen, von denen sich jeweils nur eine öffnen lässt, da sie sich gegenseitig blockieren.

Sony Alpha NEX-C3: Fazit

Für Schnappschüsse perfekt 5.2/10

Sony bietet mit der NEX-C3 eine Systemkamera mit hervorragender Bildqualität an, für die ein umfangreiches Zubehör-Sortiment bereitsteht. Für Schnappschüsse eignet sich die Kamera bestens, will der Fotograf die Belichtungseinstellungen selbst festlegen, so gestaltet sich das bei vielen Spiegelreflex- und Systemkameras deutlich einfacher. Sony bietet die NEX-C3 wahlweise mit einem 16-Millimeter-, einem 18-bis-55-Millimeter oder mit beiden Objektiven an. Die unverbindlichen Preisempfehlungen für die Kits reichen von 579 über 629 bis 729 Euro. Bei Online-Händlern sind die Sets schon für 530 bis 650 Euro erhältlich.

Das hat uns gefallen

  • Touchscreen
  • Bildqualität

Das hat uns nicht gefallen

  • Akkulaufzeit
  • Preis
Testnote 5,2 von 10
Bewertet von Jan Johannsen
5,0 / 10
Handhabung

Handhabung Verarbeitung, Haptik, Bedienkomfort, Einstellräder, Tastenbelegung

6,0 / 10
Foto

Foto Objektiv, Verschlusszeit, Blitzsynchronisationszeit, Blende, Sensor, Lichtempfindlichkeit

3,0 / 10
Video

Video Auflösung, Full HD, 4K, Bildrate, Containerformate, Mikrofon, Lautsprecher,

5,0 / 10
Display/Sucher

Display/Sucher Sucher, Auflösung, Größe, Dreh- und Schwenkbar, Wiedergabequalität

7,0 / 10
Bildqualität

Bildqualität Dynamikumfang, ISO-Rauschen, Bildeindruck, Schärfe, Farbwiedergabe

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