Sony BDP-S 580: 3D-Blu-ray-Player für 220 Euro im Test

Inklusive SACD-Wiedergabe

von Florian Friedrich

Nutzer auf der Suche nach einem schmalen Blu-ray-Player mit 3D-Wiedergabe sollten einen Blick auf den BDP-S 580 von Sony werfen. Er misst nur knapp 3,6 Zentimeter und verfügt über viele Extras. So ist er beispielsweise von Haus aus WLAN-fähig.

Klein und flach, aber bis zum Platzen mit moderner Ausstattung vollgestopft: Sonys BDP-S 580 macht sich auf den ersten Blick sehr gut. Doch kann der 220 Euro teure Blu-ray-Player auch im ausführlichen Hör- und Sehtest überzeugen?

Worin liegen die Unterschiede zum Bruder Sony BDP-S 570, der schon länger auf dem Markt ist? Erst einmal: im Listenpreis. Denn der BDP-S 580 ist 50 Euro preiswerter. Im Vergleich mit dem 570er wurden aber nur ein paar Kleinigkeiten wegrationalisiert, etwa der interne Speicher für BD-Live oder die Fähigkeit DivX-Videos abzuspielen. Dafür beherrscht der 580er die 3D-Wiedergabe und kann auch SACDs abspielen. Zudem hat sich in puncto Design etwas verändert: Der Sony BDP-S 580 ist flacher als sein Bruder - mit einer Höhe von gerade mal 3,6 Zentimetern zählt er zu den flachsten Playern überhaupt.

Mit integriertem WLAN und zwei USB-Buchsen ausgestattet: der Sony BDP-S 580.
Mit integriertem WLAN und zwei USB-Buchsen ausgestattet: der Sony BDP-S 580.

Auch auf das Internet kann der Sony-Player zugreifen - via "Bravia Internetvideo" sind momentan gut 25 Video-Dienste verfügbar. Dazu zählen beispielsweise YouTube, Eurosport oder diverse andere Nachrichtenquellen. Zusätzlich steht ein einfacher Webbrowser zur Verfügung, mit dem Nutzer sich frei im Internet bewegen und alle erdenklichen Seiten ansteuern können.

Mit einer USB-Tastatur gelingt dies schneller und einfacher als bei vielen Konkurrenz-Playern. Apropos USB: Über diese Schnittstelle können selbstverständlich auch Multimedia-Inhalte wie MP3-Musik, Fotos oder MPEG-Videos abgespielt werden. Selbst die Wiedergabe von 3D-Fotos im MPO-Format ist möglich, auf Wunsch sogar mit Begleitmusik.

Handhabung 

Der Sony verfügt zwar über einen Lüfter, aber der muss fast nie aktiv werden, weil das Gerät im Betrieb nur sieben Watt verbraucht und kaum warm wird.
Der Sony verfügt zwar über einen Lüfter, aber der muss fast nie aktiv werden, weil das Gerät im Betrieb nur sieben Watt verbraucht und kaum warm wird.

Obwohl der Player so flach ist, hinterlässt das Laufwerk einen positiven Eindruck, weil es kaum Geräusche von sich gibt und zudem flott auf Befehle reagiert. Auf der Rückseite sitzt zwar ein kleiner Lüfter, doch der springt nur selten an. Eine feine Sache ist auch der Schnellstart-Modus, der sehr effektiv arbeitet und für Ungeduldige einen Segen darstellt.

Nachteil an der Sache: Der Stand-by-Verbrauch steigt auf knapp sechs Watt an. Im Betrieb erweist sich die Options-Taste als besonders wichtig. Sie ermöglicht zum Beispiel den Zugriff auf Rauschfilter und Gammakennlinien. Richtige Bildregler gibt es allerdings nicht - und auch eine 2D-zu-3D-Konvertierungsfunktion fehlt.

Klangqualität

Tontechnisch ist der Player dazu in der Lage, alle HD-Tonformate als Bitstream oder intern decodierten PCM-Ton über HDMI auszugeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, den Digitalton um bis zu 120 Millisekunden zu verzögern, wenn Bild und Ton nicht synchron erscheinen. Ein nettes Bonbon ist die Wiedergabe von SACDs, auch wenn sich dieses Format nie auf breiter Linie durchgesetzt hat. Am analogen Stereoausgang kümmern sich hochwertige D/A-Wandler um einen anständigen Sound. Dabei fällt auf, dass analoger Stereoton von SACDs besonders gut klingt.

Bildqualität

Die Fernbedienung fällt ungewöhnlich klein und eckig aus.
Die Fernbedienung fällt ungewöhnlich klein und eckig aus.

Beim Hochskalieren von DVDs setzt der Sony BDP-S 580 andere Schwerpunkte als sein Bruder. Dies äußert sich vor allem in einer feineren Qualität beim Skalieren, was bei der Darstellung schräger Kanten auffällt. Weiterhin ist im Vergleich zu erkennen, dass der BDP-S 580 feinste Bildmuster eine Spur weicher darstellt als der BDP-S 570, was aber mit dem Schärferegler korrigiert werden kann.

Generell klappt die Vollbildwandlung von DVDs aber sicher und stabil - auch bei den meisten kritischen Filmszenen. So stellte der Sony BDP-S 580 beispielsweise den schwierigen Schwenk über den Strand in "Sechs Tage, sieben Nächte" flimmerfrei dar. Lediglich bei der Rummelplatzszene in "Space Cowboys" unterläuft ihm ein Fehler, als der Bauzaun im Hintergrund satte fünf Sekunden lang flimmert.

Bei Blu-rays liefert der Sony-Player eine makellose Vorstellung ab, nur die ohnehin seltenen Aufnahmen mit 30 Bildern in der Sekunde können flimmern. Tiefergehende Eingriffsmöglichkeiten oder Bildtuning fehlen jedoch, und die Wirkung der drei Rauschfilter fällt nur gering aus. Nichts für Bildtüftler also.

Fazit: Preis-Leistungs-Tipp

Negativ ist dem Sony BDP-S 580 nur das Fehlen von Bildreglern und die fehlende 2D-zu-3D-Konvertierung anzukreiden. Positiv stechen hingegen das sehr gute 2D- und 3D-Bild heraus sowie der leise Betrieb, der geringe Stromverbrauch und die vielen Multimedia-Möglichkeiten inklusive 3D-Fotos. Das ergibt unter dem Strich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, zumal es den Sony-Player im Internet bereits für 180 Euro zu bestellen gibt.

Sony BDP-S 580
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