Sony Bloggie Touch im Test: Pocket-Camcorder mit Touchscreen

Handliche Videokamera nimmt in Full-HD-Auflösung auf

von Jan Johannsen

Edelstahlgehäuse, Touchscreen und Full-HD-Videos: Der Pocket-Camcorder "Bloggie Touch" von Sony wirkt elegant, lässt sich fast komplett über den Bildschirm bedienen und nimmt Filme in hoher Auflösung auf.

Pocket-Camcorder der Oberklasse: Sony versieht den Bloggie Touch mit einem Edelstahlgehäuse und einem großen Touchscreen, über den sich die Kamera bedienen lässt. Videos mit Full-HD-Auflösung nimmt der Bloggie ebenso auf wie 360-Grad-Panorama-Ansichten - letztere allerdings nur mit einer speziellen Aufstecklinse.

Festbrennweite und Touchscreen

Der Exmor-CMOS-Sensor des Sony Bloggie MHS-TS20K Touch, so die vollständige Produktbezeichnung, liefert Videos in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln sowie Fotos mit bis zu 12,8 Megapixeln. Mit einer Fläche von 1/2,5 Zoll fällt der Chip ähnlich groß aus, wie die Sensoren in den meisten Pocket-Camcordern.

Die Blende des Objektivs liegt fest bei F2,8 und die Brennweite bei 5,3 Millimetern. Der vierfache Digitalzoom des Bloggie Touch vergrößert zwar die Ansicht des ausgewählten Bildausschnitts, verschlechtert dabei allerdings die Bildqualität.

Beim Sony Bloggie Touch hat der Nutzer keine Kontrolle über Belichtungseinstellungen. Diese stellt die Kamera automatisch ein. Im Menü des Pocket-Camcorders kann der Anwender nur einige Grundeinstellungen des Geräts verändern.

Sony Bloggie Touch

Der drei Zoll große Touchscreen des Bloggie Touch dient als Sucher. Die Anzeige mit einer Auflösung von nur 288.000 Pixeln spiegelt überraschend wenig und bietet angenehm große Blickwinkel von 60 bis 70 Grad in alle vier Richtungen.

Unkomplizierte und angenehme Bedienung

Die Bedienung des Sony Bloggie Touch erfolgt größtenteils über den Touchscreen. Die einzigen Tasten des Pocket-Camcorders sind der Auslöser für Fotos sowie die Aufnahmetaste für Videos. Letztere erweist sich als sehr leichtgängig und führt dazu, dass die Videoaufzeichnung auch schon mal ungewollt startet.

Auf dem Touchscreen erscheinen neben der virtuellen Zoomwippe vier weitere Schaltflächen, diese verschwinden nach einigen Sekunden ohne Bildschirmberührung, so dass das Motiv ungestört angepeilt werden kann. Über sie startet der Nutzer den Wiedergabemodus, ruft Menüs für den Selbstauslöser sowie die Bildgröße auf und gelangt ins Hauptmenü des Camcorders.

Sony Bloggie Touch (MHS-TS20K) im Test

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Schaltflächen und Beschriftungen drehen sich mit, wenn sich die Ausrichtung des Bloggie Touch verändert. Der Touchscreen nimmt schon leichte Berührungen wahr und führt die entsprechendenden Aktionen aus.

Gute Bilder mit schwächen bei automatischen Anpassungen

Der Sony Bloggie Touch zeichnet Videos sowohl im Quer- als auch im Hochformat auf. Bei letzterem erreicht das Bild im 16:9-Format allerdings nur eine Höhe von 1.080 Pixeln und die übrige Fläche der 1.920 Pixel der Full-HD-Auflösung bleibt schwarz.

Die Videos des Bloggie Touch überzeugen mit einer hohen Detailgenauigkeit, klaren Konturen und natürlich wirkenden Farben. Allerdings schafft es der Autofokus nicht immer schnell genug ein Motiv scharf zu stellen und der automatische Weißabgleich lässt keine Reaktion auf Änderungen der Lichtverhältnisse erkennen.

Das interne Mikrofon liefert nur einen leisen Ton, bei dem Geräusche aus großer Entfernung zu kommen scheinen. Bewegen sich Finger am Gehäuse des Bloggie Touch, so verursachen sie störende Geräusche auf der Tonspur. Qualitativ gehören die Standbilder des Camcorders von Sony zu den sehr guten Schnappschüssen und erreichen eine bessere Qualität als so manche schlechte Kompaktkameras.

Interner Speicher, HDMI- und USB-Anschluss

Das Edelstahlgehäuse des Sony Bloggie Touch wirkt hochwertig verarbeitet und liegt mit seinen abgerundeten Kanten sicher und angenehm in der Hand. An der Unterseite der Kamera klappt ein USB-Arm aus, über den der Camcorder seinen Akku auflädt und Dateien kopiert. Der HDMI-Ausgang an der linken Seite dient vor allem zur Bildübertragung auf Fernsehern.

Sony baut einen acht Gigabyte großen internen Speicher in den Bloggie Touch ein. Der Nutzer kann diesen nicht mit Speicherkarten erweitern, die Kapazität reicht aber für über eine Stunde Film in Full-HD-Auflösung auf. Der Lithium-Ionen-Akku ist fest im Camcorder eingebaut.

Zum Lieferumfang des Bloggie Touch gehört ein Adapter mit dem sich 360-Grad-Panoramavideos aufnehmen lassen. Der Rund-Um-Blick füllt allerdings nicht das gesamte Bild, sondern nur einen kleinen Bereich in der Mitte aus.

Fazit: Der Einerseits-Andererseits-Camcorder

Das Urteil über den Sony Bloggie MHS-TS20K Touch fällt gespalten aus. Einerseits wirkt der Pocket-Camcorder hochwertig und lässt sich unkompliziert bedienen. Andererseits fällt die Bildqualität nur unter bestimmten Bedingungen sehr gut aus und die Tonaufzeichnung lässt deutlich zu wünschen übrig.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Sony für den Bloggite MHS-TS20K Touch beträgt 229 Euro. Im Internet verkaufen Händler den Pocket-Camcorder derzeit nur unwesentlich günstiger für rund 220 Euro.

Kodak bietet mit dem Playtouch ebenfalls einen Pocket-Camcorder mit Touchscreen an. Der Bloggie PM5 von Sony verfügt dagegen nur über einen herkömmlichen Bildschirm, bietet seinem Nutzer allerdings eine um 270 Grad drehbare Linse - gleiches gilt für den Samsung E-10. Der Samsung U-20 gehört dagegen zu den wenigen Pocket-Camcordern mit optischem Zoom.

Sony Bloggie Touch
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