Externe Gehäuse für SSDs: Lösungen im Überblick

Preise und Formate im Vergleich

von Mirco Lang
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Externe SSD-Gehäuse sind unterschiedlicher, als man meinen möchte. Je nach Anschlussart gibt es andere Geschwindigkeiten, die Baugrößen wanken von Riesen-USB-Stick bis zu ausgewachsener Festplatte und neue Technologien wie UAS wollen auch beachtet werden. Der eigentliche Expertetipp preist aber eine Billiglösung für unter 10 Euro an.

Ein kleiner SATA-USB-Adapter und eine Metallhülle - mehr steckt hinter externen Gehäusen wie diesem deleyCON nicht.
Ein kleiner SATA-USB-Adapter und eine Metallhülle - mehr steckt hinter externen Gehäusen wie diesem deleyCON nicht. (Quelle: deleyCON)

Inhaltsverzeichnis

  1. Standard-Varianten
  2. Luxus-Varianten
  3. Preistipp

Gehäuse für Solid State Drives (SSDs) - klingt erst einmal nicht sonderlich spannend, oder? Irrtum! Zwar predigen auch wir vor allem die Geschwindigkeit der neuen Massenspeicher, doch der Vorteil bei externen Platten ist ein anderer: Im Gegensatz zu den alten externen Hard Disk Drives (HDDs) im 2,5-Zoll-Format können portable SSDs auch im Betrieb bewegt werden - und sie können sogar deutlich kleiner sein!

Standard-Varianten

Die "normale" externe SSD unterscheidet sich kaum von den verbreiteten HDD-Varianten: 2,5 Zoll, Anschluss über Universal Serial Bus (USB), fertig. Schaut man etwas genauer hin, folgt sogleich eine recht neue Abkürzung: UAS steht für USB Attached SCSCI und ist ein für SSDs optimiertes Protokoll für den Zugriff auf Daten via USB 3.0. Mit UAS-fähigen Gehäusen lassen sich annähernd doppelte Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreichen - und da preislich keine großen Aufschläge fällig werden, solltet ihr auf UAS bestehen.

Apropos: Produkte mit UAS bekommt ihr schon ab rund 15 Euro. Wenn es noch etwas schneller gehen soll, könntet ihr freilich auch zu Gehäusen mit External Serial Advanced Technology Attachement (eSATA) greifen, die mit 6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) nochmal 1 Gbit/s schneller sind als USB-3.0-Produkte. Allerdings ist eSATA deutlich seltener und in der Praxis ist das Plus an Geschwindigkeit kaum der Rede wert.

Luxus-Varianten

Neben solchen Standardgehäusen gibt es aber natürlich auch noch ein wenig Luxus und Exotik. Wird die SSD beispielsweise meistens am heimischen Desktop betrieben, könnte sich ein Gehäuse wie das Inateck 3-Port USB 3.0 Hub lohnen, das ab 26 Euro zu haben ist und über drei USB-3.0-Buchsen verfügt. Wenn es weniger um Features als um Outdoor- oder Reisefähigkeit geht, solltet ihr einen Blick auf Bumper werfen, wie sie etwa Sabrent für die eigenen SSD-Gehäuse bietet. Diese stossabsorbierenden "Umrandungen" kennt ihr vermutlich bereits von Smartphones, fällig werden bei Sabrent dafür rund 14 Euro - viel Konkurrenz bietet der Markt hier leider nicht. Richtig spannend wird es aber erst, wenn ihr den üblichen Pfad des 2,5-Zoll-Formfaktors verlasst. Externe Gehäuse gibt es nämlich auch für M.2- und mini-SATA-SSDs (mSATA).

Und diese schließen endgültig die Lücke zwischen USB-Sticks und externen Festplatten - ein wenig größer als Sticks, deutlich kleiner als 2,5-Zoll-Gehäuse und soviel Speicher, wie die Geldbörse hergibt. Allerdings kostet euch ein 1-Terabyte-M.2-Riegel mindestens 250 Euro, für das Gehäuse sind auch hier knapp 15 Euro einzurechnen. USB-Sticks in der Größenordnung sind extrem selten, die gerade noch üblichen 512-Gigabyte-Versionen sind mit mindestens 160 Euro im Vergleich sogar teurer. So lange aber 1-TB-USB-HDDs für 50 Euro zu bekommen sind, dürften externe M.2-Lösungen wohl noch ein Nischendasein führen.

Preistipp

Zum Schluss noch ein Tipp für Minimalisten: SSDs sind klein, leicht und robust - eigentlich benötigt ihr gar kein Gehäuse. Für unter 10 Euro bekommt ihr SATA-nach-USB-Adapter mit UAS-Unterstützung, das erfüllt den Zweck voll und ganz.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Computer und SSD versehen.

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