Dockingstationen: SSD klonen und anschließen leicht gemacht

Lösungen im Überblick

von Mirco Lang
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Docking Stations für SSDs machen unter anderem den Umzug von HDD auf SSD leicht. Die kleinen Helfer gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen, vom einfachen USB-Dock für eine einzelne SSD bis hin zu noblen Kopierstationen. Netzwelt gibt einen Überblick über verschiedene Lösungen.

Dockingstationen sind im Grunde einfach nur Hubs und verdammt nützlich, wenn sie auch noch USB-Anschlüsse mitbringen, wie hier das deleyCON-Basismodell.
Dockingstationen sind im Grunde einfach nur Hubs und verdammt nützlich, wenn sie auch noch USB-Anschlüsse mitbringen, wie hier das deleyCON-Basismodell. (Quelle: deleyCON)

Dockingstations sind eine praktische Angelegenheit: In der Regel per Universal Serial Bus (USB) angeschlossen, können Festplatten einfach hochkant in die Mulde gesteckt werden und schon erscheint ein neues Laufwerk im System. Interessant waren solche reinen Docks aber vor allem für Hard Disk Drives (HDDs), da diese im Betrieb möglichst nicht bewegt werden sollten und die freiligende Elektronik auch nicht gerade für Menschenhände gedacht ist - HDDs sind eben dazu gedacht, in ein Gehäuse eingebaut zu werden und dort ihr Dasein zu fristen.

SSDs hingegen sind klein und robust genug, um sie einfach auf den Rechner zu legen - zur Not können sie an einem USB-nach-SATA-Adapter (Serial Advanced Technology Attachement) baumeln. Das Ein- und Ausstecken von Platten ist per Kabeladapter kein Problem und wenn es nur um wenige SSDs geht, könntet ihr auch einfach jeder ein eigenes externes Gehäuse spendieren. Nutzt ihr ständig andere SSDs am Rechner, ist ein Einzel-Dock aber immer noch bequemer und ab 14 Euro erhältlich.

Multi-Docks

Interessanter sind aber Multi-Docks, die meist Steckplätze für 2,5- und 3,5-Zoll-Laufwerke bieten - perfekt, um auch mal alte Platten auszulesen. Apropos: Je nach Modell gibt es neben SATA auch Integrated-Drive-Electronics-Anschlüsse (IDE) für wirklich alte Festplatten. Und eigentlich kaum noch der Rede wert: Selbstverständlich gibt es etliche Varianten mit zusätzlichen USB-Ports, die man immer gebrauchen kann. Ganz gleich, ob Einzel- oder Multi-Dock, grundsätzlich habt ihr drei Anschlussmöglichkeiten: USB, Firewire und eSATA. Wie schon bei den externen Gehäusen gilt hier, dass Firewire ein ziemliches Nischendasein führt, eSATA mit 6 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) den höchsten theoretischen Datendurchsatz bietet und das mit 5 Gbit/s kaum langsamere USB 3.0 die beste Kompatibilität und den höchsten Praxisnutzen.

Das Freecom Quattro Dock glänzt durch maximale Anschlussmöglichkeiten, bietet USB aber nur in Version 2.0.
Das Freecom Quattro Dock glänzt durch maximale Anschlussmöglichkeiten, bietet USB aber nur in Version 2.0. (Quelle: Freecom )

Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, könnt ihr auch in eine Docking Station mit mehreren Anschlussmöglichkeiten investieren, beispielsweise gut 60 Euro für ein Freecom Quattro Dock, das gleich über alle drei Anschlüsse verfügt - allerdings nur über einen SSD-Slot. Das einzige Schlagwort, auf das ihr noch achten solltet, ist USB Attached SCSI Protocol (UAS oder UASP). Über dieses Protokoll können fast doppelt so schnelle Lese- und Schreibzugriffe über einen USB-3.0-Anschluss realisiert werden.

Die Klone kommen

Nun aber zum interessantesten Feature überhaupt, das aus Dockingstationen im Grunde eine neue Produktklasse macht: Die Klon-Funktion. Bei solchen Kopierstationen handelt es sich erst einmal um ganz normale Docks mit Platz für mindestens zwei Festplatten, meistens eine 2,5- und eine 3,5-Zoll-Platte. Hinzu kommt aber noch ein kleines Knöpfchen zum Klonen des einen Laufwerks auf das andere. Und so erklärt sich auch der Support für die beiden Formfaktoren, denn diese Klonstationen dienen vor allem als Hilfsmittel, um möglichst einfach von einem HDD-basierten System auf SSD aufzurüsten.

Falls ihr euch für ein solches Modell entscheidet, achtet darauf, dass das Klonen offline funktioniert, also ohne Anschluss an den Rechner. Wirklich praktisch ist dabei auch eine Prozentanzeige, die den Klonvorgang begleitet, zu finden etwa bei der deleyCON DUAL Dockingstation die ab knapp 23 Euro zu haben ist und zu den günstigsten Modellen gehört. Für gut zehn Euro mehr bekommt man beispielsweise eine ähnlich ausgestattete Variante von CSL Computer (leider ohne konkrete Produktbezeichnung), die auch gleich UAS bietet.

Achtet beim Kauf genau auf die Herstellerangaben zu etwaigen Festplattengrößen: Immer wieder tauchen hier Phrasen wie "bis zu 2 Terabyte" auf, aber das heißt nicht zwangsläufig, dass größere Platten nicht laufen - oft eher, dass zum Zeitpunkt der Markteinführung schlicht keine größeren Platten am Markt waren.

Klonen einfach gemacht - ein Knopfdruck genügt bei Modellen wie diesem von TeckNet.
Klonen einfach gemacht - ein Knopfdruck genügt bei Modellen wie diesem von TeckNet. (Quelle: TeckNet)

Wollt ihr also eine größere Platte als angegeben betreiben, schaut euch nach Nutzermeinungen oder konkreten Tests um - im Zweifel wird euch der Support des Herstellers natürlich auch gerne weiterhelfen. Und nur, um mal die äußeren Grenzen dieses Produkt-Genres aufzuzeigen: Professionelle Klonstationen für 25 Ziel-SSDs gibt es schon für rund 10.000 Euro - falls ihr Größeres vorhabt.

Weiteres Zubehör für SSDs findet ihr auf unserer verlinkten Themenseite.

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Informationen zum Artikel

Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Computer, Notebook, Festplatte, SSD und Externe Speichermedien versehen.

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