SSD: Modellbezeichnung und Features ermitteln

Was für eine SSD habe ich? Und was kann sie?

von Mirco Lang
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Die genaue Modellbezeichnung der eigenen SSD zu kennen, ist enorm hilfreich: Funktionsumfang, Garantie- und Lebensdauer oder auch die Soll-Performance, lassen sich ohne kaum überprüfen. Netzwelt verrät euch, wie ihr die Modellbezeichnung euer SSD ermittelt.

Mit SSD-Z ermittelt ihr, welche SSD in eurem Rechner steckt.
Mit SSD-Z ermittelt ihr, welche SSD in eurem Rechner steckt. (Quelle: netzwelt)

In neueren Rechnern sind Solid State Drives (SSDs) meist schon verbaut, ältere Rechner werden gerne mit irgendwelchen SSDs, die gerade im Angebot sind aufgewertet - aber wisst ihr tatsächlich, um was für ein Modell es sich genau handelt? Und welche Features das Laufwerk bietet? Käufer von Fertig-Rechnern und auch die meisten Aufrüster dürften wenig Gedanken daran verschwenden, denn wer vorher die alten Magnetfestplatten gewöhnt war, wird von dem Plus an Geschwindigkeit regelrecht umgehauen und die Begeisterung wischt jeglichen Forscherdrang hinweg. Aber es lohnt sich, mal genauer hinzuschauen!

Beispielsweise bieten einige Hersteller und Modelle spannende Funktionen wie Hardware-Verschlüsselung, Speicherfreigabe (Over Provisioning) für bessere Verwaltung und somit Lebensdauer oder Turbo-Modi, die einige Dateioperationen massiv beschleunigen. Außerdem mag die neue Performance beeindruckend sein, aber hält sie auch, was der Hersteller verspricht? Um die eigenen Testergebnisse zu vergleichen, benötigt ihr ebenfalls das exakte Modell. Und selbst wenn euch all die Features und die Kontrolle der Herstellerversprechen nicht interessieren, eines dürfte für alle relevant sein, nämlich die Frage, wie lange beziehungsweise wie viele Schreibvorgänge die SSD Garantie hat!

 Auch per USB angeschlossene SSDs werden korrekt verarbeitet, hier seht ihr etwa die Features einer Samsung 850 PRO.
Auch per USB angeschlossene SSDs werden korrekt verarbeitet, hier seht ihr etwa die Features einer Samsung 850 PRO. (Quelle: netzwelt)

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Einen ersten Versuch könnt ihr grundsätzlich über die Hersteller-eigenen Verwaltungswerkzeuge starten, die ihr bei jeder SSD installieren solltet. Wenn ihr aber auch den Hersteller nicht kennt und keine Lust habt, den Rechner aufzuschrauben, geht es auch mit dem kostenlosen SSD-Z - das diesbezüglich sowieso viel besser ist als die originären Management-Tools. Die Nutzung ist denkbar einfach: Starten, Laufwerk auswählen, fertig. SSD-Z zeigt auf der Startseite alles, was ihr benötigt. Ihr findet hier die exakte Produktbezeichnung, die euch über Google in der Regel direkt zu den original Produktseiten führt, die Firmware-Bezeichnung, hilfreich bei der Fehlerbehebung, den Zeitpunkt der Inbetriebnahme, Informationen zur verwendeten Technologie inklusive Auflösung der vielen Abkürzungen und so weiter.

Für alle Detail-Versessenen bietet SSD-Z wirklich tiefgehende Infos - für Otto Normalverbraucher völlig uninteressant, aber schön, ein wenig Reserve zu haben.
Für alle Detail-Versessenen bietet SSD-Z wirklich tiefgehende Infos - für Otto Normalverbraucher völlig uninteressant, aber schön, ein wenig Reserve zu haben. (Quelle: netzwelt)

Besonders praktisch sind die Seriennummer für etwaige Fälle von Garantie oder Diebstahl, die prognostizierte Lebensdauer, die Anzahl insgesamt geschriebener Daten und die Art des verwendeten Anschlusses. Aber dabei bleibt es nicht: SSD-Z bietet noch einen Benchmark, um die Leistung zu testen, Informationen über die Verwendung einzelner Partitionen und für alle Hardcore-Techies den Reiter "Identify".

Die Startseite von SSD-Z bereitet die wichtigsten Informationen übersichtlich auf, im Identify-Reiter bekommt ihr (vermutlich) alle Daten, die sich aus einer SSD auslesen lassen "brutal als Liste vor den Latz geknallt". Wer schon immer wissen wollte, ob "Write Uncorrectable EXT" unterstützt wird, wird hier fündig - nun, die Startseite von SSD-Z dürfte 99 Prozent der Nutzer wohl genügen. "Write Uncorrectable EXT" ist übrigens ein 2005 von IBM eingebrachtes Feature, um einen Fehler zu provozieren, um Hard- oder Software zu testen.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Computer und SSD versehen.

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