SSD-Hack: Solid State Drive als externes Boot-Laufwerk nutzen

Booten via USB-SSD

von Mirco Lang
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Externe Solid State Drives eigenen sich wunderbar, um Ubuntu oder andere Linuxe zu booten - als schnelleres Laptop-System, Testumgebung oder portablen Arbeitsplatz. Und selbst interne SATA-SSDs lassen sich für ein paar Euro dafür nutzen. Leider sind die Linux-Überspiel-Tools meist nur für USB-Sticks gedacht und zieren sich, aber da haben wir eine schöne, kostenlose Lösung.

Statt einem USB-Stick oder einer externen Festplatte könnt ihr auch eine SSD als externes Boot-Medium verwenden.
Statt einem USB-Stick oder einer externen Festplatte könnt ihr auch eine SSD als externes Boot-Medium verwenden. (Quelle: netzwelt)

Ein Linux auf einen Universal-Serial-Bus-Stick (USB) zu spielen, um davon zu booten, ist ein alter Hut, das erledigen Tool-Klassiker wie Unetbootin mit Links. Solid State Drives (SSDs) sind letztlich genauso Flash-Speicher wie USB-Sticks, allerdings häufig mit besserer Technik und mehr Kapazität - und insofern die deutlich besseren Medien für ein portables Betriebssystem. Die "normalen", internen SSDs haben dabei natürlich einen Serial-Advanced-Technology-Adapter-Anschluss (SATA). Um diese per USB an den Rechner zu bekommen, habt ihr zwei Möglichkeiten: Ein externes Gehäuse oder einen praktischen 10-Euro-SATA-auf-USB-Adapter. Alternativ funktioniert das Ganze freilich auch mit externen SSDs, die meistens auch nur interne 2,5-Zoll-SSDs in einem USB-Gehäuse sind; kleine USB-Speicher wie Samsungs T3 sind noch die Ausnahme.

Das kleine Problemchen, das sich nach dem Anschließend auftut, ist erst gar nicht so offensichtlich, aber der Versuch, ein Linux mit Unetbootin aufzuspielen, bringt es ans Tageslicht: Externe SSDs werden in der Regel nicht als Wechseldatenträger, sondern als normales Laufwerk eingebunden. Und leider versagt Unetbootin dann den Dienst, da es eben ausschließlich auf Wechseldatenträger schreibt - und genauso verhalten sich die meisten anderen Tools zum Überspielen von Betriebssystemen auf externe Laufwerke.

Lilis Super-Feature: Auch Festplatten können bespielt werden.
Lilis Super-Feature: Auch Festplatten können bespielt werden. (Quelle: netzwelt)

Die Lösung: Lili

Der Lili USB Creator ist zwar ebenso kostenlos wie Unetbootin, aber bei weitem nicht so bekannt. Das quietschbunte Tool macht im Grunde genau das gleiche wie die Konkurrenz, das aber sehr gut: Das Tool ist übersichtlich in fünf einzelne Schritte gegliedert und zeigt bei den drei nötigen Einstellungen per Ampel, ob alles in Ordnung ist. Das Besondere aber sollte klar sein, Lili bietet auch Festplatten als Ziel an.

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Der eigentliche Workflow ist simpel: Legt zunächst die SSD als Ziel fest. Anschließend wählt ihr das zu installierende Linux. Das kann eine eingelegte CD sein, ein heruntergeladenes Image oder ihr lasst Lili eines von mehreren Dutzend Systemen herunterladen. Dann gibt es noch die Option "Persistenz". Hier geht es darum, wie viel Speicher bei dem Live-System dauerhaft verfügbar ist. Allerdings steht für die meisten Systeme nur der reine Live-Modus ohne persistenten Speicher zur Verfügung. Im vierten Schritt warten dann noch einige Optionen wie Formatieren auf Häkchen und dann kann auch schon kopiert werden.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Anleitungen, SSD, Externe Speichermedien, Notfall-CDs, Boot-DVDs & Boot-Sticks und Betriebssysteme versehen.

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