SSDs im M.2-Format: Darauf müsst ihr beim Kauf achten

Mehr Geschwindigkeit - nicht nur für mobile Rechner

von Mirco Lang
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Das M.2-Format ködert mit schnellerer Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Die Bauform als kleine Steckkarte macht sie besonders für hochwertige Laptops interessant. Aber auch Desktop-PCs werden künftig kaum noch ohne Alternativen zum veralteten SATA-Anschluss erscheinen. Aber Vorsicht beim Kauf, M.2 ist nicht gleich M.2.

Inhaltsverzeichnis

  1. Formfaktoren: M.2, SATAe, PCIe, SATA 6G, mSATA
  2. Übertragung: PCIe, SATA 6G
  3. Protokoll: AHCI, NVMe
  4. Was gibt der Markt her?
  5. Fazit

Solid State Drives (SSDs) werden meistens intern via Serial Advanced Technology Attachment (SATA) oder extern per Universal Serial Bus (USB) angeschlossen. Und da taucht schnell ein kleines Problemchen auf: Sowohl USB als auch SATA existieren schon lange und sind nicht unbedingt auf SSDs ausgelegt - und kommen daher mit deren Geschwindigkeit gar nicht mit. Bei externen USB-SSDs dürfte das in der Regel unproblematisch sein, da sie meist nur als ausgelagerter Speicher für Mobilgeräte fungieren. Bei internen SATA-SSDs ist es zwar sehr komfortabel, dass sie exakt so angeschlossen werden, wie die alten Hard Disk Drives (HDDs), aber es ist eben auch ein Flaschenhals.

Abhilfe kann hier der Formfaktor M.2 schaffen. Der ursprünglich mal als Next Generation Form Factor (NGFF) ins Leben gerufenen Standard ist, wie der Name schon verrät, zunächst mal ein Formfaktor, wie es beispielsweise auch "2,5 Zoll" ist. M.2-Speicher sind allerdings nur kleine Steckkarten, die überhaupt nicht mehr aussehen wie "Laufwerke" - von der Vorstellung eines 2,5-/3,5-Zoll großen Metall- oder Kunststoffquaders muss man sich langsam verabschieden.

So sehen SSDs heute aus: Im Bild seht ihr die Samsung 950 PRO NVMe M.2 SSD
So sehen SSDs heute aus: Im Bild seht ihr die Samsung 950 PRO NVMe M.2 SSD

Nun muss dieser M.2-Speicher natürlich noch mit dem Rechner kommunizieren und dafür stehen Hardware-seitig wiederum zwei Varianten zur Verfügung: Das gute alte SATA 6G, das auch Standard-SSDs und -HDDs nutzen, sowie Peripheral Component Interconnect Express (PCIe), das wiederum von der Grafikkarte genutzt wird. Und wenn die Hardware dann erst einmal passt, muss noch ein Software-Protokoll her, um die Daten wirklich zwischen SSD und System zu bewegen und hier gibt es abermals zwei Varianten: Das von SATA 6G bekannte Advanced Host Controller Interface (AHCI) sowie das modernere Nonvolatile Memory Express (NVMe).

M.2-Speicher bergen also zwei große Vorteile: Sie sind wesentlich kompakter und daher perfekt für den Verbau in beispielsweise Ultrabooks geeignet. Außerdem sind sie deutlich schneller - nun, sie können deutlich schneller sein, wenn es sich um eine Anbindung via PCIe und NVMe handelt.

Um das M.2-Universum zu verstehen, solltet ihr über Formfaktoren sowie Hard- und Software-Anbindung Bescheid wissen - das erleichtert den Einkauf und ihr entdeckt vielleicht auch, welches Potenzial da auf euch wartet. Erstmal grundsätzlich: Der Formfaktor ist schlicht die Bauform samt Steckverbindung, die Hardware-Anbindung meint die Anbindung über Bussysteme an den Rechner und die Software-Schicht ist letztlich das Protokoll, mit dem Datenflüsse zwischen SSD und Central Processing Unit (CPU) realisiert werden.

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Dieser Artikel wurde mit den Schlagworten Computer, Notebook, SSD und Weihnachten versehen.

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