Toshiba eXcite Pro im Test: 10-Zoll-Tablet mit PixelPure-Display

Empfehlenswertes Multimedia-Tablet

Das Toshiba eXcite Pro hinterlässt im Test einen guten Eindruck. Dies liegt zum einen am hochauflösenden Display, zum anderen am leistungsfähigen Nvidia-Chipsatz. Zum Lieferumfang des Testgeräts gehört außerdem eine empfehlenswerte Bluetooth-Tastatur.

Interessiert man sich für das Toshiba-Tablet eXcite Pro, stößt man in Broschüren auf diesen hochtrabenden Satz: "Die Suche nach dem ultimativen Entertainment-Tablet hat ein Ende!" Ob das 10-Zoll-Gerät mit Android 4.2 und Tastatur-Hülle diesem Anspruch annähernd gerecht wird, klärt der ausführliche Testbericht. Eine Bildschirmauflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln klingt jedenfalls vielversprechend.

Zusammen mit der Tastatur-Hülle lässt es sich mit dem Toshiba eXcite Pro auch unterwegs arbeiten.
Zusammen mit der Tastatur-Hülle lässt es sich mit dem Toshiba eXcite Pro auch unterwegs arbeiten.

Das eXcite Pro gehört zusammen mit dem eXcite Write zu den aktuellen Top-Tablets von Toshiba. An dieser Stelle testet netzwelt die Ausführung "eXcite AT10LE-A-10D", die zusammen mit einer praktischen Kunstlederhülle samt integrierter Bluetooth-Tastatur ins Haus kommt. Für dieses Bundle ruft Toshiba aktuell eine unverbindliche Preisempfehlung von 548,99 Euro auf.

Hardware: Das steckt drin

Mit knapp 550 Euro liegt das Tablet klar im Premium-Segment. Die verbaute Hardware ist daher wenig überraschend auf dem aktuellen Stand der Technik. So findet sich Nvidias Tegra 4 (Quad-Core ARM Cortex A15 MP) samt intergrierter GPU mit insgesamt 72 Kernen ebenso an Bord, wie zwei Gigabyte DDR3L-RAM, 32 Gigabyte Flash-Kapazität, GPS-Sensor und Bluetooth 4.0 (LE). Schnittstellenseitig ist das Toshiba-Tablet mit microUSB- und microHDMI-Port sowie einem SD-Kartenleser ebenfalls gut ausgestattet. Sämtliche Anschlüsse liegen gut geschützt hinter einer Klappe.

Toshiba eXcite Pro im Test

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Highlight am eXcite Pro ist aber zweifelsohne das Display. Auf einer Diagonalen von 10,1 Zoll (25,7 Zentimeter) tummeln sich stolze 4.096.000 (2.560 x 1.600) Pixel. Zum Vergleich: Bei Apples hochgelobtem iPad-Display sind es auf 9,7 Zoll "nur" 3.145.728 Pixel. Zudem soll das Testgerät laut Toshiba besonders für den Multimedia-Genuss taugen. Dazu verbaut der japanische Hersteller Stereolautsprecher von harman / kardon auf der Rückseite.

Verarbeitung: So fühlt es sich an

Das Toshiba-Tablet ist mit 618 Gramm kein Fliegengewicht, aber gemessen am Konkurrenzumfeld auch nicht schwer und sogar leichter als von Toshiba versprochen. Das Gehäuse besteht zu sehr großen Teilen aus Kunststoff, der sich auf der Rückseite mit wenig Kraftaufwand etwas eindrücken lässt. Das Testgerät erreichte die Redaktion mit einem vom Display gelösten, abstehenden Rahmen in der linken oberen Ecke. Dieser ließ sich mit einem kräftigen Druck jedoch wieder dauerhaft in Position bringen. Zwischen Kunststoffrahmen und Display lässt sich dennoch ein umlaufendes Spaltmaß erkennen.

Dank eines breiten Bildschirmrands von etwa zwei Zentimetern lässt sich das Tablet gut in einer Hand halten, während die andere Hand für die Bedienung frei bleibt. Die Rückseite ist silbergrau eingefärbt und mit einer erhabenen Punktstruktur versehen. Diese sieht vielleicht schick aus, führt jedoch leider nicht zu einem besseren Handling. Im Gegenteil: Die Rückseite des eXcite Pro fühlt sich in den Händen rutschiger als viele Konkurrenzgeräte aus dem Android-Lager an. Dafür ist sie sehr kratzfest - nach dem Kratztest zeigen sich keinerlei bleibende Narben auf der Rückseite.

Display: Blickwinkelstabile PixelPure-Anzeige

Aufgrund der sehr hohen Pixeldichte von 299 ppi erscheinen Linien und Schrift überaus scharf. Zum unerwünschten Treppeneffekt kommt es nicht. Wie die meisten anderen Hersteller setzt auch Toshiba auf ein IPS-Panel, welches größtmögliche Blickwinkel ermöglicht. Es kommt daher auch dann nicht zu Farbumkehrungen, wenn der eXcite-Besitzer aus schrägem Winkel auf die Anzeige, die der Hersteller als "PixelPure" bezeichnet, blickt.

Gar nicht schön: Am netzwelt vorliegenden Rezensionsexemplar war der Rahmen nicht ordnungsgemäß mit dem Display verbunden.
Gar nicht schön: Am netzwelt vorliegenden Rezensionsexemplar war der Rahmen nicht ordnungsgemäß mit dem Display verbunden.

Laut Toshiba strahlt das Display mit einer Helligkeit von 350 Candela pro Quadratmeter. Die Ausleuchtung erfolgt gleichmäßig - störende Lichthöfe sind nicht auszumachen. Dafür spiegelt die Anzeige. Gerade bei der Verwendung des Tablets im Freien sieht der Besitzer sich oft selbst im Display. Auf Eingaben von bis zu zehn Fingern gleichzeitig reagierte das Rezensionsexemplar innerhalb des Testzeitraums stets zuverlässig.

Leistung und Akkulaufzeit: Weit vorn mit dabei

Nvidias Tegra 4-Chipsatz mit einer Taktfrequenz von 1,8 Gigahertz konnte schon in anderen Tablets seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Er hat auch im vorliegenden Testgerät keinerlei Mühe, ein flüssiges Nutzungserlebnis zu schaffen. Das Benchmark-Tool Geekbench 3 unterstreicht die subjektiv hohe Rechenleistung des eXcite Pro. Nach Abschluss der Prüfung stehen 904 Punkte im Single-Core- und sehr gute 2.496 Punkte beim Mulit-Core-Test an. Damit liegt das Toshiba-Tablet im oberen Mittelfeld.

Im Alltag starten Apps sehr zügig, und auch heftiges Multitasking bremst das System nicht herunter. Der Anzeigenwechsel vom Hoch- ins Querformat geht ohne Denkpause vonstatten. Da überrascht es kaum, dass sämtliche von netzwelt installierte Spiele aus Google Play flüssig und ohne Ruckler laufen. Gleiches gilt auch für die Wiedergabe von hochaufgelöstem Videomaterial.

Der Zwei-Zellen-Akku war im Test für eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden einsatzbereit (Mix aus Surfen, Videowiedergabe, Spielen. Helligkeit 75 Prozent, Funkverbindungen aktiv). Bei der reinen Wiedergabe eines lokal gespeicherten Videos verlangte das eXcite Pro nach 8,5 Stunden nach dem im Lieferumfang enthaltenen Netzteil. Gute Werte. Im Dauerbetrieb erwärmt sich die linke obere Gehäuseseite auffallend.

Multimedia: Gute Kamera, brauchbare Lautsprecher

Klassentypisch bietet auch das Toshiba-Tablet zwei eingebaute Digitalkameras. Die auf der Frontseite platzierte Kamera verfügt über einen Sensor mit einer vergleichsweise niedrigen Auflösung von 1,2 Megapixeln. Bei Videochats monieren Gesprächspartner bisweilen ein verpixeltes Bild. Dennoch schafft es die Kamera auch in etwas ungünstigeren Lichtsituationen, ein akzeptables Bild einzufangen.

Die rückseitig verbaute Hauptkamera mit einer Auflösung von acht Megapixeln hingegen kann sich vom Tablet-Standard leicht absetzen. Sie liefert Bilder mit vertretbarem Rauschen auch bei Innenaufnahmen. Zusätzlich hilft eine eingebaute LED bei der Ausleuchtung von dunklen Motiven. Diese dürfen allerdings nicht weiter als zwei Meter entfernt liegen, damit sie genügend Licht abbekommen. Ein Testfoto der Hauptkamera können Sie unter diesem Link in voller Auflösung herunterladen.

Der harman / kardon-Slogan klebt auf der eXcite-Verpackung, er taucht mehrfach in den Produktbeschreibungen auf, und sogar am Tablet selbst findet sich der Schriftzug des Audio-Spezialisten: vorn als Aufkleber, auf der Rückseite sogar eingraviert. Okay, wir haben verstanden. Drehen wir doch mal die Musik auf.

Zugegeben - das Toshiba-Tablet klingt nicht schlecht für einen Flachcomputer. Dank der räumlichen Distanz der Mini-Speaker kommt sogar ein leichter Stereo-Effekt zustande, wenn man das Tablet in den Händen hält. Natürlich kann aber auch harman / kardon nicht über Nacht die physikalischen Grundgesetze außer Kraft setzen. Aus geringem Volumen kann einfach kein Monsterbass entstehen. Und damit klingt auch das Testgerät unterm Strich nicht aufregender als ein iPad Air.

Bluetooth-Tastatur: Produktivitätsschub für unterwegs

Die in dieser Ausstattungslinie enthaltende Tastatur ist ein sinnvolles Zubehör. Sie verbindet sich automatisch per Bluetooth mit dem eXcite-Tablet. Gleichzeitig schützt sie das Toshiba-Tablet bei Nichtgebrauch vor transportbedingten Kratzern, da sie sowohl die Vorder- als auch die Rückseite umschließt. Sämtliche Anschlüsse bleiben auch bei angelegter Tastaturhülle erreichbar. Auch finden sich entsprechende Auslässe für die Kamera. Fast ergibt sich eine Art Mini-Notebook. Dafür erhöht die Hülle das Reisegewicht auf insgesamt 1.065 Gramm.

Die Arretierung erfolgt mithilfe einer Magnetleiste, der Winkel zwischen Tablet und Tastatur ist damit fest vorgegeben. Ein Trackpad oder eine vergleichbare Eingabehilfe bietet die Tastatur nicht, dafür können sämtliche Tasten mit einem guten Druckpunkt aufwarten, der auch Vielschreibern zusagt. Android-spezifische Sondertasten vereinfachen den täglichen Umgang zusätzlich. Über einen eigenen Akku, der auch das Tablet aufladen kann, verfügt die Hülle leider nicht. Neigt sich die für den Betrieb notwendige Energie dem Ende entgegen, kann der Speicher per USB-Kabel mit dem Tablet verbunden werden.

Software: Einiges Nützliches, viel Überflüssiges

Auf dem vorliegenden Testgerät ist die Android-Version 4.3 (Jelly Bean) installiert. Einen Überblick über die Grundfunktionen dieser Version bietet Ihnen dieser netzwelt-Artikel. Toshiba installiert darüber hinaus einige sinnvolle Zusatzprogramme. So hält etwa die "Service Station" über anstehende App-Aktualisierungen auf dem Laufenden. "PrintHand" erlaubt nach einer kurzen Einrichtung das drahtlose Ansteuern von Druckern, was im netzwelt-Test problemlos funktionierte.

Die empfehlenswerte Tastaturhülle lässt sich leider nur in einer Stellung per Magent arretieren.
Die empfehlenswerte Tastaturhülle lässt sich leider nur in einer Stellung per Magent arretieren.

Zusätzlich findet sich noch ein Toshiba-eigener Dateimanager und die App "TruCapture" hilft beim Abfotografieren von Flipboards. Dennoch lässt es sich auch Toshiba nicht nehmen, einiges an Bloatware zu installieren.

Alternativen zum Toshiba-Tablet finden Sie etwa hinter diesem Link auf netzwelt. Toshiba selbst bietet mit dem eXcite Pure und dem eXcite Write Alternativen. Das Modell "Write" bietet im Grunde die gleichen technischen Daten wie das Testgerät, ist aber zusätzlich für die Bedienung per Stift ausgelegt. Einen Kurztest von netzwelt finden Sie an dieser Stelle.

Toshiba Excite Pro: Fazit

Pixelpower 7.5/10

Das Toshiba eXcite AT10LE-A-10D hinterlässt im Test einen durchweg guten Eindruck, gerade auch in Verbindung mit der empfehlenswerten Tastatur-Schutzhülle, die es fast schon in ein Mini-Notebook verwandelt. Bleibenden Eindruck hinterließ auch die hochaufgelöste Anzeige und die Leistung des Nvidia-Chipsatzes. In der Tat empfiehlt sich diese Kombination, in Verbindung mit den brauchbaren, wenn auch nicht überragenden Lautsprechern, als taugliche Multimedia-Maschine für unterwegs.

Das hat uns gefallen

  • Kunststoff-Gehäuse
  • Verarbeitungsschwächen

Das hat uns nicht gefallen

  • Display
  • Blickwinkel
  • Leistung
Testnote 7,5 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
6,0 / 10
Design

Design Verarbeitung, Materialwahl und Ergonomie eines Tablets werden unter dem Punkt Design zusammengefasst.

8,0 / 10
Display

Display Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbtreue, Oberfläche und Blickwinkel einer Tablet-Anzeige werden unter dem Punkt Display bewertet.

8,0 / 10
Leistung

Leistung Benchmark-Ergebnisse, Alltagsgeschwindigkeit, Software-Angebot und Akkulaufzeit eines Tablets werden unter dem Punkt Leistung bewertet.

7,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Zahl und Art der vorhandenen Schnittstellen, Speicher und weitere Optionen werden unter dem Punkt Ausstattung bewertet.

8,0 / 10
Multimedia

Multimedia Die Qualität von Lautsprechern und Kameras bewerten wir unter dem Punkt Multimedia.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde von Toshiba Deutschland zu Verfügung gestellt und wird nach Testende wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

9
Leserwertung

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Toshiba Excite Pro Benchmarks
Passmark-Benchmark Ergebnis
Gesamt 4298
Prozessor (CPU Mark) 15,378
Speicher (Mem Mark) 3,113
Festplatte (Disk Mark) 13,453
2D (2D Mark) 3,447
2D (3D Mark) 1,566

Das für die Passmark-Benchmarks genutzte Toshiba Excite Pro hat ein ARMv7 Prozessor rev 2 (v7l) mit 4 Kernen und 1812.9 MB RAM.

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Einsortierung und Informationen zum Leihgerät

Es wurden die folgenden Schlagworte vergeben: Testbericht, Mobile Computing, Android, Mobile World Congress (MWC), Tablet, Toshiba und Monitor.

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