Toshiba SSD Q300 im Test: Flash-Speicher mit Klon-Software

480-Gigabyte-Modell im Praxiseinsatz

Toshiba Q300

Toshiba kann auch günstig: Die SSD Q300 gehört gemessen am Preis pro Megabyte zu den günstigeren Flash-Speichern auf dem Markt. Trotzdem verspricht Toshiba mit Lese- und Schreibraten von 550 und 520 Megabyte pro Sekunde dieselbe Performance wie Samsungs EVO-Modell. Kann die Q300 das Versprechen im Test halten?

Inhaltsverzeichnis

  1. Performance
  2. Software
  3. Fazit

Toshiba wirft mit dem Solid State Drive (SSD) Q300 seinen Kandidaten für den Endkonsumenten ins Feld. Die technischen Spezifikationen unterscheiden sich kaum von der Konkurrenz, die fast durchgehend auf Multi-Level-Cell-Speicher setzt und auch die angegebenen vom Hersteller angegebenen Lese- und Schreibraten von 550 und 520 Megabyte pro Sekunde entsprechen exakt den recht hohen Werten der Samsung 850 EVO.

Vergleichsweisen niedrig fällt dafür der Preis aus: Mit einem Tagespreis (Stichtag: 3. Juli) von 117,06 Euro kommt die Q300 auf 24 Cent pro Megabyte - derselbe Preis wie für die gleich große Crucial BX200; Transcends SSD370S ist mit 31 Cent deutlich teurer, SanDisks Ultra II mit 21 Cent etwas günstiger.

Bezüglich Handhabung und Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden: Die Platte funktioniert per Plug&Play, ist gut verarbeitet und als kleine Einbauhilfe wird ein Abstandhalter mitgeliefert, wie er auch bei Crucial und SanDisk zu finden ist. Praktisch ist das beim Einbau in ein Laptop, damit die SSD kein Spiel hat.

Performance

Der niedrige AS-SSD-Wert resultiert hauptsächlich durch den 64Thrd-Test - bei CrystalDiskInfo gibt es keien Auffälligkeiten.
Der niedrige AS-SSD-Wert resultiert hauptsächlich durch den 64Thrd-Test - bei CrystalDiskInfo gibt es keien Auffälligkeiten. (Quelle: netzwelt)

Der für unsere Leistungswertung ausschlaggebende AS-SSD-Wert ist ernüchternd: Mit gerade einmal 709 Punkten liegt die Q300 deutlich hinter der Konkurrenz in der 500-Gigabyte-Klasse, die in dieser Testreihe Werte zwischen 885 und 1.047 lieferten. Auffällig ist, dass die 120-Gigabyte-Platte von OCZ mit 703 Punkten fast denselben Wert erreicht - und OCZ verbaut Toshiba-Technik.

Ein Blick auf den Kontroll-Benchmark CrystalDiskInfo zeigt ein widersprüchliches Bild: Hier sind die Q300-Werte durchweg sehr nah an den Werten der SanDisk Ultra II, die insgesamt die beste Performance ablieferte. Offenbar hat die Toshiba-SSD ein Problemchen mit dem 4K-64Thrd-Test von AS SSD Benchmark.

Software

Ordentliche Software, die leider mehr kann als die Hardware.
Ordentliche Software, die leider mehr kann als die Hardware. (Quelle: netzwelt)

Toshiba liefert zur die Q300 gleich mit drei Tool aus: Einem Verwaltungs-Werkzeug, einem separaten Update-Programm sowie eine Lizenz für NTI Echo in der Toshiba-Version. Echo ist ein einfaches Tool zum Klonen des Systems auf die Toshiba-SSD und funktioniert wunderbar simpel - perfekt für umsteigende Einsteiger. Dass der Registrierungsprozess erst mit dem zweiten Mail-Konto funktionierte war ärgerlich, aber das lässt sich noch unter Zufall abhaken.

Das Update-Programm erkennt zwar die Q300, beharrt aber darauf, dass die Platte nicht unterstützt wird. Und auch das Hauptprogramm, die SSD-Verwaltung, verwehrt uns den Zugang zu diversen Tools, etwa das Over Provisioning oder der Performance Optimizer. Wenn man bedenkt, dass die Q300 durchaus als solche erkannt wird, ist das nicht gerade angemessen. Aber Moment: Ein Blick in die Hilfe hilft tatsächlich - die Funktionen werden von der Q300 schlicht nicht unterstützt. Einen entsprechenden Hinweis hätte Toshiba durchaus im Programm selbst unterbringen dürfen.

Davon mal abgesehen sind Toshibas Storage Utilities aber verständlich und übersichtlich designt. Gut: Ihr könnt ein Live-System für Universal Serial Bus (USB) oder Compact Disk (CD) erstellen. Warum? Das Zurücksetzen auf den Werkzustand funktioniert mit vielen SSDs nicht direkt im laufenden Betrieb und dann muss ein Live-System helfen.

Toshiba SSD Q300: Fazit

Durchschnittliche Leistung, durchschnittlicher Preis, durchwachsene Software 7.7/10

Die Toshiba Q300 ist eine solide SSD. Die Benchmarks lassen zwar in einigen Punkten zu wünschen übrig, aber es ist kein wirklicher Ausfall. Die Verarbeitung ist völlig in Ordnung und bei der Software fällt zumindest das abgespeckte NTI Echo zum Klonen positiv auf. Aber es gibt nun einmal günstigere und schnellere SSDs und auch bessere Verwaltungs-Werkzeuge.

Das hat uns gefallen

  • Klon-Software
  • Gute CrystalDiskInfo-Werte

Das hat uns nicht gefallen

  • Mäßige AS-SSD-Punktzahl
  • fehlende Unterstützung für Over Provisioning
Testnote 7,7 von 10
Bewertet von Mirco Lang
7,0 / 10
Performance

Performance Wie schnell kann auf den Speicher geschrieben beziehungsweise von ihm gelesen werden? Dies testen wir mit diversen Benchmark-Tools.

7,0 / 10
Software

Software Welche Software legt der Hersteller der SSD bei? Welche Funktionen bietet diese.

9,0 / 10
Verarbeitung/Handhabung

Verarbeitung/Handhabung Wie steht es um die Qualität von Gehäuse und Steckern? Gibt es beim Einbau Probleme?

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde netzwelt leihweise von Toshiba zur Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

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7
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