Ultrasone Edition M Plus Black Pearl im Test: Investiert in Klang-Gold!

High-End-Kopfhörer für 900 Euro

Sieht auf Fotos toll aus: Die Black Pearl-Lackierung hat im Alltag jedoch Nachteile.

Knapp 900 Euro für einen Kopfhörer - da muss viel Gutes verbaut sein. Wir setzen uns für diesen Test den Edition M Plus Black Pearl des deutschen Herstellers Ultrasone auf den Kopf und staunen nicht schlecht, in mehrfacher Hinsicht. Klassische Stereoanlage oder diese Kopfhörer? Wir plädieren ganz klar für den Ultrasone.

Inhaltsverzeichnis

  1. Design und Verarbeitung
  2. 900 Euro in den Sand gesetzt?
  3. Tragekomfort
  4. Hörtest - so klingt der Edition M Plus
  5. Technische Daten Ultrasone Edition M Plus
  6. Fazit & Alternativen

Angefangen bei der Verpackung über die Transporttasche aus Filz bis hin zum Kopfhörer selbst: Nein, den hochwertigsten Eindruck hinterlässt der Ultrasone Edition M+ in aufwändiger Black Pearl-Lackierung unserer Meinung nach nicht, vor allem, wenn wir das gesalzene Preisschild als Maßstab nehmen. Hätten wir gerade 900 Euro ins bayrische Wielenbach für einen für den mobilen mobilen Betrieb konzipierten Kopfhörer überwiesen, würde das erste dicke Fragezeichen auftauchen.

Design und Verarbeitung

Nehmen wir Kopfhörer der 400-Euro-Klasse wie den Bowers & Wilkins P7 (Wireless), den Sony MDR-1000X oder den Sennheiser Momentum Wireless zur Hand, hat der doppelt so teure Ultrasone Edition M Plus das Nachsehen. Gut, er ist handgemacht, also keine Massenware. Aber jedem, den wir den geschlossenen Kopfhörer ungehört in die Hand drücken zuckt mit den Augenbrauen, wenn wir den zugehörigen Preis nennen.

Vielleicht liegt es am verhältnismäßig geringen Gewicht von nur 238 Gramm, vielleicht an der Farbgebung Black Pearl, an der jeder Fingerabdruck sofort Spuren hinterlässt, dass bei uns der Funke auf Anhieb nicht überspringen will. Dabei ist der Hersteller vom edlen Look der Ohrschalen in Ruthenium-Optik doch so überzeugt. Sie soll "Blicke mit bestechender Eleganz" einfangen.

Ultrasone Edition M Plus Black Pearl im Test

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Die im Lieferumfang enthaltene "fein gearbeitete Filztasche" entpuppt sich als kratziges Alm-Säckle, das nicht richtig schließen will, wenn der nicht faltbare Kopfhörer darin ruht.

900 Euro in den Sand gesetzt?

Ein Fashion-Statement ist der Kopfhörer trotz (oder vielleicht sogar auf Grund) der Speziallackierung nicht. In Bus, Bahn oder der Fußgängerzone müsst ihr euch ein anerkennendes Nicken von Passanten also durch andere Art und Weise verdienen. Den Ultrasone Edition M Plus erkennen nur echte Kenner. Für alle anderen hat dieser teure Kopfhörer eine Art natürliche Diebstahlsperre eingebaut.

Doch wegrennen gilt nicht. Ein Kopfhörer soll in erster Linie angenehm zu tragen sein und - da dürften sich alle einig sein - gut klingen. Letzteres nimmt das Testgerät in einer Art und Weise in Angriff, die uns alles oben gesagte vergessen lässt. (Gut, dass wir es schnell aufgeschrieben haben, denn alles was jetzt kommt, folgt einer steil nach oben zeigenden Euphoriekurve und dürfte von Satz zu Satz subjektiver werden).

Tragekomfort

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Wenn ihr die Edition M Plus auf dem Kopf habt und nicht zufällig vor einem Spiegel steht, fühlt sich der Wechsel von 900 Euro von eurem auf das Herstellerkonto schon weniger schmerzhaft an. Der Ultrasone sitzt bequem, ohne zu viel Druck auf die Ohren auszuüben. Auch nach Stunden hatten wir nicht das Gefühl, in den Schwitzkasten genommen zu werden.

Dafür ist auch das verarbeitete Schafsleder verantwortlich, mit dem Ultrasone großzügig die Ohrpolster und den Metallbügel auskleidet. Letzterer lässt sich in acht gerasterten Stufen verstellen, sodass sowohl kleine als auch größere Schädel mit der Passform klarkommen.

Die ohrumschließende Konstruktion schirmt einen Teil der Außengeräusche ab. Über eine eingebaute, aktive Geräuschfilterung (Active Noise Control / ANC) verfügt das Testmodell jedoch nicht.

Ein kurzer Blick noch auf die in das abnehmbare, 1,20 Meter lange OFC-Kabel eingearbeitete Fernbedienung. Auch sie wirkt auf uns nicht sonderlich edel. Praktisch: Wird der Kopfhörer an einem iPhone oder kompatiblen Android-Smartphone betrieben, können Gespräche über die einzig verbaute Taste per Knopfdruck entgegengenommen werden.

Ein langer Druck ruft die jeweiligen Sprachassistenten Siri / Google Assistant auf, ein Doppelklick führt zum Titelsprung in Wiedergabelisten. Die Regelung der Lautstärke ist leider nicht möglich.

Hörtest - so klingt der Edition M Plus

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Schon nach den ersten Tönen unser Test-Wiedergabeliste wandelt sich unser Eindruck vom Ultrasone-Kopfhörer. Er spielt so wundervoll befreit luftig-dynamisch auf, dass es plötzlich völlig egal scheint, wie er aussieht. Gut - das überschwängliche internationale Lob, das sich Ultrasone mit dem etwas kleineren, ohraufliegenden Edition M (aktuell 700 Euro) erspielt hat, kommt natürlich nicht von ungefähr.

Passend zur - wir wechseln mal zum Adjektiv "unaufgeregt" - Optik des Testgerätes ersparen wir euch audiophile Ausschmückungen und machen es kurz: Wir können uns nur schwer vorstellen, dass es da draußen einen für den mobilen Einsatz konzipierten Kopfhörer gibt, der runder, erwachsener, voller klingt als der Ultrasone Edition M Plus.

Technische Daten Ultrasone Edition M Plus

  • Typ: Geschlossener, ohrumschließender Kopfhörer
  • S-Logic Plus Technologie
  • Schalldruckpegel: 96 dB
  • Treiber: Mylar / Titan
  • Treiber-Durchmesser: 40 Millimeter
  • Frequenzgang: 7 bis 39.000 Hertz
  • Impedanz: 30 Ohm
  • Gewicht: 238 Gramm
  • Preis: 899 Euro

Manch einer könnte anmerken, dass die Maximallautstärke nicht hoch genug und der Bass nicht kräftig genug sei. Denjenigen sei ein Kopfhörerverstärker ans Herz gelegt. Doch den meisten Menschen wird der Ultrasone bereits bei moderater Lautstärke und ohne Zuhilfenahme eines Equalizers ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, das jeden einzelnen der insgesamt 900 Taler als die beste Investition erscheinen lässt, die je getätigt wurde. Passende Zuspieler und Tonmaterial vorausgesetzt, versteht sich.

Ultrasone Edition M Plus: Fazit

Brüder und Schwestern - investiert in Klang-Gold! 9/10

Über die Optik und Materialgüte des Ultrasone Edition M Plus lässt sich streiten, unsere Meinung dazu kennt ihr jetzt. Der Klang hingegen ist ausnahmsweise keine Geschmackssache. Selbst an einem ordinären iPhone oder Galaxy S7 macht dieser Kopfhörer so viel Spaß, dass wir uns jetzt sofort wieder in die Straßenbahn setzen wollen. Wer ein Budget von 1.000 Euro hat und vor der Entscheidung steht, eine waschechte Stereoanlage oder eben diese Kopfhörer zu kaufen, ist mit den Ultrasone Edition M Plus besser beraten.

Das hat uns gefallen

  • Sehr ausgewogener Klang
  • abnehmbares Kabel
  • handgefertigtes "Unikat"

Das hat uns nicht gefallen

  • Tragetasche
  • anfällige Lackierung
  • nicht sehr laut
Testnote 9,0 von 10
Michael Knott Team-Bild
Bewertet von Michael Knott
10 / 10
Klang

Klang Von Elektronik über Jazz, Pop und Rock bis hin zu klassischer Musik: Unsere Playlists enthält Musikstücke der unterschiedlichsten Richtungen. Beim Hörtest achten wir nicht nur auf die lauten sondern gezielt auch auf die ganz leisen (Zwischen)-Töne.

8,0 / 10
Tragekomfort und Verarbeitung

Tragekomfort und Verarbeitung Der schönste Kopfhörer ist nutzlos, wenn er sich falsch anfühlt oder droht, binnen kurzer Zeit auseinanderzubrechen. Drücken Bügel oder Ohrmuscheln? Gibt es keine oder nur unzureichende Verstellmöglichkeiten? Fühlt es sich nach kürzester Zeit an, wie in einer Sauna? All dies führt zu Punktabzug.

6,0 / 10
Ausstattung

Ausstattung Wie lang ist das Kabel, gibt es eine Anbindung ans Smartphone, lässt sich die Lautstärke direkt am Kopfhörer regeln und ist vielleicht sogar der Titelsprung möglich? Solche Kriterien nehmen wir im Punkt „Ausstattung“ genau unter die Lupe.

Informationen zum Leihgerät

Das Testgerät wurde uns von Ultrasone zu Verfügung gestellt. Nach Testende wird es wieder an den Hersteller zurückgeschickt.

Mehr zum Thema, wie wir mit Testgeräten verfahren, wie wir testen und den allgemeinen Leitfaden für unsere Redaktion findet ihr in unseren Transparenz-Richtlinien.

Aktuelle Preise

Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite/Shop.

10
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Bestenlisten

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